Schwarzkümmelöl bei Heuschnupfen

Schwarzkümmeloel

Im Orient ist Schwarzkümmelöl seit Jahrtausenden als Universal-Hausmittel bekannt. Mit der stetigen Zunahme von Allergien wurde es neuerdings besonders als natürliches Heil- oder Linderungsmittel bei Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis bekannt. Auch bei Tier- oder Hausstauballergie hat es sich als hilfreich erwiesen.

Schwarzkümmelöl: Alternative Hilfe bei Heuschnupfen

Heuschnupfen ist belastend: Mit dem Beginn des Pollenflugs oft schon im zeitigen Frühjahr jucken die Augen und röten sich wie bei Bindehautentzündung, die Nase läuft, starke Niesanfälle quälen. Nasensprays oder Antihistamine helfen stundenweise, die Symptome auszuschalten. Eine Hyposensibilisierung, also eine systematische Desensibilisierung des Körpers auf die Allergene, ist aufwändig und dauert oft Jahre. Sie ist umso schwieriger, je breiter das Spektrum der allergieauslösenden Faktoren.

Heuschnupfen kann zudem leicht in allergisches Asthma übergehen. Bei akuten, starken Heuschnupfen-Schüben sind Menschen oft nicht mehr arbeitsfähig, die Lebensqualität leidet. Ganz ähnliche Symptome treten auch bei Hausstaub- oder Tierallergien auf.

In den 1990iger Jahren erprobte der Münchner Arzt Dr. Peter Schleicher ägyptisches Schwarzkümmelöl an über 600 Patienten, die an Heuschnupfen, allergischem Asthma, Neurodermitis oder Tier-Allergien litten. Bei gut 70% der Probanden trat eine Erleichterung ein oder die Symptome verschwanden sogar gänzlich.

Viele Heuschnupfen-Patienten haben seither ganz ähnliche Erfahrungen im Selbstversuch gemacht. Selbst wenn die Allergie nicht vollständig verschwindet, ist schon eine Abschwächung der Symptome eine große Hilfe. Schwarzkümmelöl kann damit die Situation vor oder während einer Hyposensibilisierung verbessern und alternative Verfahren, wie etwa die Bioresonanztherapie, wirksam unterstützen.

Schwarzkümmelöl: Die spezielle Wirkstoffkombination

Verantwortlich für die allergiehemmende Wirkung des Schwarzkümmelöls sind mehrere Inhaltsstoffe, die in der vorliegenden Kombination in keinem anderen Heilmittel vorkommen: Ungesättigte Fettsäuren wie die Gamma-Linolensäure sind an der Bildung bestimmter, entzündungshemmender Prostaglandine beteiligt, die wiederum die Ausschüttung von Histaminen blockieren können. Für deren Synthese sind auch Vitamin B6, Kalzium, Magnesium, Zink und Biotin notwendig. Schwarzkümmelöl enthält all diese Inhaltsstoffe, die das Immunsystem nicht nur stärken, sondern es auch regulieren, wenn die allergie-typischen Überreaktionen auftreten.

Der Anteil ätherischer Öle im Schwarzkümmelöl wirkt beruhigend und entzündungshemmend bei Infektionen der Atemwege, aber auch bei einer starken Reizung durch Allergene. Die Entzündungsreaktionen im Körper werden gehemmt, die Schleimhäute der Atemwege schwellen ab.

Bei einem akuten Heuschnupfen-Schub kann Schwarzkümmelöl entweder in höherer Dosis eingenommen oder auch auf die Haut um Nase und Augen getupft werden. Zum Inhalieren verwendet man ein bis zwei Esslöffel Öl auf einen Liter heißes Wasser. Die Dämpfe werden etwa 15 Minuten lang eingeatmet. Die ätherischen Öle beseitigen vor allem den Juckreiz in Augen und Nase, reinigen und entkrampfen die oberen Luftwege.

Sinnvolle Dosierung bei Heuschnupfen

Die besten Ergebnisse erzielen Heuschnupfenpatienten mit einer vorbeugenden Einnahme von Schwarzkümmelöl bereits etwa ein halbes Jahr oder drei Monate vor der nächsten Pollenflug-Saison. Die erste Wirkung ist bei vielen Patienten oft schon nach wenigen Tagen zu spüren, bei einigen dauert es ein wenig länger, bis ein Effekt eintritt. Manche Heuschnupfenpatienten behalten die Einnahme ab Winter bis in den August hinein bei. Täglich ein Esslöffel Schwarzkümmelöl vor oder während einer Mahlzeit oder etwa zwei Kapseln täglich sollten ausreichen. Als Richtwert gilt die Menge von bis zu 25 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Wer Magenirritationen befürchtet, beginnt mit einer kleineren Dosis und steigert diese langsam. Aufstoßen nach der Einnahme kann bis zu zwei Wochen dauern. Bei reinem, kalt gepresstem Schwarzkümmelöl ohne Rückstände aus biologischem Anbau sind Nebenwirkungen kaum zu befürchten. Auch eine langfristige Einnahme ist ohne Bedenken möglich. Wer den würzigen intensiven Geschmack des Schwarzkümmels nicht mag, wählt Kapseln.

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